Philipp Schwartz-Initiative

Für
gefährdete Wissenschaftler*innen
Aus
alle Länder (außer EU)
Was
24 (+12) Monate Fellowship in Deutschland
Symbolbild Philipp-Schwartz-Initiative: Drei gelbe Kreise mit einer Figur, die von einem zerstörten Tempel zu einem intakten Tempel läuft

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Hinweis

17. AUSSCHREIBUNGSRUNDE
Die Antragsfrist für die 17. Ausschreibungsrunde der Philipp Schwartz-Initiative ist abgelaufen. Die Auswahlergebnisse werden voraussichtlich Ende Juni bekannt gegeben.
Start der Förderung: ab 01.07.2026
Es können voraussichtlich bis zu 50 Förderungen bewilligt werden.
 

18. AUSSCHREIBUNGSRUNDE
Am 01.06.2026 öffnet das Online-Portal für Anträge in der 18. Ausschreibungsrunde.
Antragsfrist: 21.08.2026
Bekanntgabe der Ergebnisse: Ende November 2026
Start der Förderung: ab 01.01.2027
Es können voraussichtlich bis zu 35 Förderungen bewilligt werden.

Saturn-ähnliches Dekortationsbild

Kontakt

Leiter Referat Philipp Schwartz-Initiative und Wissenschaftsfreiheit
Frank Albrecht

Referentin Philipp Schwartz-Initiative
Cornelia Hörtner

Programmkoordinatorin
Katja Machacsek

Programmberater*innen
Judith Dömer-Warneke
Sandra Grziwa
Mashal Habib
Bianca Schneemayer
Lena Vos
schwartz-initiative[at]avh.de

Veranstaltungen
Sandra Grziwa
Dr. Maike Didero
psi-events[at]avh.de

Presseanfragen
presse[at]avh.de
Tel.: +49 (0)228 833 144

Philipp Schwartz-Initiative für gefährdete Wissenschaftler*innen

Aufgrund seines jüdischen Glaubens verlor der österreichische Pathologe Philipp Schwartz 1933 seine Professur in Frankfurt. Er emigrierte in die Schweiz und gründete dort die „Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler im Ausland“. Unter seinem Namen haben die Alexander von Humboldt-Stiftung und das Auswärtige Amt 2015 die Philipp Schwartz-Initiative ins Leben gerufen. Mithilfe dieses Programms können Wissenschaftler*innen, die in ihren Herkunftsländern erheblicher und anhaltender persönlicher Gefährdung ausgesetzt sind, ihre Arbeit an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen fortsetzen.

Die Humboldt-Stiftung arbeitet im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative eng mit internationalen Partnern wie dem Scholars at Risk Network, dem IIE Scholar Rescue Fund und dem Council for At-Risk Academics zusammen. Finanziert wird die Initiative durch das Auswärtige Amt, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Andrew W. Mellon Foundation, die Fritz Thyssen Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, den Stifterverband sowie die Stiftung Mercator.

Unsere Förderung

Mit der Philipp Schwartz-Initiative erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, gefährdete Forschende im Rahmen eines Fellowships aufzunehmen. Aufnehmende Institutionen erhalten entsprechend Fördermittel, die sich aus zwei Komponenten zusammensetzen:

Fellowship-Mittel: Im Rahmen einer Festbetragsfinanzierung werden Mittel für ein Forschungsstipendium bereitgestellt. Vorgesehen ist eine Dauer von bis zu 24 Monaten, eine Verlängerung von bis zu 12 Monaten im Rahmen eines Kofinanzierungsmodells kann im Laufe der Erstförderung beantragt werden.

Förderpauschale für die aufnehmende Einrichtung: Die aufnehmende Einrichtung erhält eine Pauschale in Höhe von 20.000 Euro je geförderter Person.

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10 Jahre Philipp Schwartz-Initiative

Free science - 10 Jahre Unterstützung der Wissenschaftsfreiheit | Humboldt Kosmos Magazin
Livestream des Philipp Schwartz Forums 2026 | YouTube

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind ausschließlich wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland folgender Kategorien:

  • staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen
  • Max-Planck-Institute, Helmholtz-Institute, Leibniz-Institute, Fraunhofer-Institute
  • Bundes- und Landesforschungseinrichtungen
  • weitere Forschungseinrichtungen, die ihre Forschungsinhalte und -strukturen überzeugend darlegen können

Einrichtungen, die an der Aufnahme gefährdeter Forschender interessiert sind, aber keine spezifische Person im Blick haben, können sich an Scholars at Risk Network und Council for At-Risk Academics wenden, die ggf. helfen können, geeignete Kandidat*innen zu finden. Scholars at Risk hat zu diesem Zweck eine Liste mit nachweislich gefährdeten Wissenschaftler*innen erstellt, die aktuell an einer Beschäftigung in Deutschland interessiert sind: https://www.scholarsatrisk.org/scholars-seeking-germany

Bitte beachten Sie, dass Forschende sich in diesem Programm nicht direkt bewerben können. Interessierte Forscher*innen sollten sich an potenzielle Gastinstitutionen in Deutschland wenden, die eine Antragstellung übernehmen können.

Wer kann ein Philipp Schwartz-Stipendium erhalten?

Für eine Förderung im Rahmen der Initiative kommen nachweislich gefährdete Forschende – unabhängig von Fachgebiet und Herkunftsland – infrage. Als Beleg für die Bedrohung gelten entweder

  • ein aufenthaltsrechtlicher Status im Zusammenhang eines Asylverfahrens innerhalb der EU, aus dem eine anerkannte Gefährdung hervorgeht, oder
  • ein glaubwürdiger, nicht mehr als 12 Monate vor Antragsschluss erstellter Nachweis der Gefährdung von dritter Stelle.

Gefährdungsnachweise

In der aktuellen Ausschreibungsrunde können folgende Partnerorganisationen eine begrenzte Anzahl von Gefährdungsprüfungen übernehmen:

  • Scholars at Risk Network (SAR, E-Mail: sar-psi[at]nyu.edu, max. 2 Prüfungen je Einrichtung)
  • Council for At-Risk Academics (Cara, E-Mail: info[at]cara.ngo, 1 Prüfung je Einrichtung)
    Beizufügen sind: CV und Eigenauskunft der nominierten Person, gültige Ausweiskopie, weitere relevante Unterlagen, die die Gefährdung nachvollziehbar belegen

Bitte verwenden Sie den E-Mail-Betreff „PSI Threat Assessment Round 18“ und übermitteln Sie die Unterlagen zum Schutz der persönlichen Daten mit einem Passwort oder über einen sicheren Downloadlink.

Anfragen zu Gefährdungsnachweisen können bis zum 31.07.2026 nur von nominierenden Einrichtungen gestellt werden. Sollten die Kapazitäten früher erschöpft sein, geben wir dies bekannt. Wir raten zu einer möglichst umgehenden Kontaktaufnahme.

Bei Nominierungen von Personen aus Belarus, Russland, Aserbaidschan, zentralasiatischen Ländern oder Iran nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf (E-Mail: schwartz-initiative[at]avh.de).

Die Ergebnisse der Gefährdungsprüfungen durch unsere Partnerorganisationen liegen möglicherweise erst nach Ablauf der Antragsfrist vor. Der Antrag ist dennoch fristgerecht über das Online-Antragsportal zu stellen. Bitte laden Sie anstelle des Gefährdungsnachweises (ein Pflicht-Upload) die Prüfzusage der Partnerorganisation im Antragsportal hoch.

Bei afghanischen, sudanesischen und ukrainischen Nominierten ist eine Eigenauskunft zur Gefährdung ausreichend (1-2 Seiten, Deutsch oder Englisch, verfasst und unterzeichnet durch die nominierte Person).

Wir erinnern daran, dass eine Gefährdung auch durch andere glaubwürdige Stellen nachgewiesen werden kann.  Bitte beachten Sie hierzu unsere Handreichung (PDF) und kontaktieren Sie uns, bevor Sie eine dritte Organisation um einen Gefährdungsnachweis ersuchen.

Darüber hinaus müssen Kandidat*innen für ein Philipp Schwartz-Fellowship folgende Kriterien erfüllen:

  • Promotion oder vergleichbarer akademischer Grad (Ph.D., C.Sc. oder Äquivalent). Bei juristischen oder medizinischen Promotionen ist die Äquivalenz zu einer Forschungspromotion nachzuweisen.
  • Die Person hält sich zum Zeitpunkt der Antragstellung grundsätzlich noch nicht bzw. nicht mehr als fünf Jahre außerhalb des Heimatlandes auf; „Bildungsinländer“ sind ausgeschlossen.
  • Sprachkenntnisse, die für die erfolgreiche Durchführung des Forschungsvorhabens erforderlich sind.
  • Wissenschaftliche Qualifikationen (z. B. Publikationen)
  • Potenzial zur Integration in den (wissenschaftsbezogenen) Arbeitsmarkt

Forschende, die bereits im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative gefördert wurden oder die aufgrund einer doppelten Staatsbürgerschaft oder anderer Umstände (z. B. Ehe mit einem*einer EU-Bürger*in) Zugang zu einem sicheren Aufenthaltsland haben sowie deutsche Staatsangehörige sind von einer Förderung ausgeschlossen. Mehrfachnominierungen einer Person durch verschiedene potenzielle Gasteinrichtungen sind nicht möglich.

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Antragstellung und Auswahl

Sämtliche Antragsunterlagen sind ausschließlich über das Online-Portal zu übermitteln, das Sie nach Portalöffnung über den Button "Online-Antrag starten" in der rechten Spalte erreichen.
Wir bitten um Verständnis, dass nur vollständig eingereichte Anträge, bestehend aus einem abgesendeten Rahmenformular und den Einzelnominierungen, berücksichtigt werden können.

Bitte informieren Sie sich anhand der Ausschreibungsunterlagen:

Die mit * markierten Unterlagen können Sie offline vorbereiten (deutsch oder englisch) und später im Online-Portal hochladen.

Zusätzlich werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Gefährdungsnachweis (siehe Rubrik „Wer kann ein Philipp Schwartz-Fellowship erhalten?“)
  • Nachweis der Forschungspromotion (z.B. Promotionsurkunde) oder Äquivalenzbestätigung (z.B. bei medizinischen oder juristischen Promotionen) durch Instituts- oder Fachbereichsleiter*innen oder eine Urkundenprüfstelle der aufnehmenden Einrichtung; falls eine Urkunde nicht auf Deutsch oder Englisch vorliegt, ist eine fachgerechte Übersetzung (inkl. Angabe des Übersetzenden mit Unterschrift) erforderlich (keine Eigenübersetzungen)

Weitere, für die Förderung relevante Unterlagen finden Sie in der Rubrik „Förder- und Berichtsunterlagen“.

Nach Einreichung der Anträge und Ablauf der Antragsfrist schließt sich ein mehrschrittiger Auswahlprozess an. Der reguläre Zeitrahmen ist in dieser Grafik (PDF) dargestellt.

Sämtliche Antragsunterlagen sind ausschließlich über das Online-Antragsportal einzureichen. Sollte es in Ausnahmefällen erforderlich sein, Unterlagen per E-Mail zu übermitteln, bitten wir angesichts der Angreifbarkeit elektronischer Kommunikation und der Sensibilität der übermittelten Daten dringend um Verschlüsselung. Alternativ können uns die Unterlagen per Downloadlink zur Verfügung gestellt werden.

Die Entscheidung, welche Anträge gefördert werden, trifft der zuständige unabhängige Auswahlausschuss der Humboldt-Stiftung auf Basis der eingereichten Antragsunterlagen. Die Auswahl erfolgt nach folgender zentraler Frage:

Entsteht der Eindruck, dass aus der Kombination von

  • Konzept der Gasteinrichtung
  • fachlicher Passung zwischen Gast und vorgesehener wissenschaftlicher Mentorin*vorgesehenem wissenschaftlichen Mentor (auch bezogen auf das Forschungsvorhaben)
  • wissenschaftlicher Qualifikation des Gastes
  • Einsatz der Gasteinrichtung für die nominierte Person
  • konkreten Unterstützungsmaßnahmen seitens Gasteinrichtung und Mentor*in
  • Perspektiven für die Zeit nach Ablauf der Förderung

ein erfolgversprechender Neustart in eine wissenschaftliche bzw. wissenschaftsnahe Karriere in Deutschland, einem anderen Land oder auch dem Herkunftsland jenseits des Philipp Schwartz-Fellowships wahrscheinlich erscheint?

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Online-Informationsveranstaltung zur administrativen Umsetzung in der Philipp Schwartz-Initiative vom 3. Mai 2023

Präsentation (PDF, 295 KB)
Videoaufzeichnung

Förder- und Berichtsunterlagen

Die nachfolgenden Unterlagen gelten für alle Förderungen im Hauptprogramm sowie in den länderspezifischen Sonderprogrammen der Philipp Schwartz-Initiative (sofern nicht anders ausgeführt).

* für alle Bewilligungen mit einem Bewilligungszeitraum ab dem 01.01.2025
** für alle Bewilligungen, die für Bewilligungszeiträume vor dem 01.01.2025 erfolgt sind

Die Programmlinie „Philipp Schwartz-Brückenstipendien“ ist abgeschlossen. Die Berichtsunterlagen finden Sie hier:

Ukraine: Unterstützung für gefährdete Forschende

Ukrainische Forschende werden zusätzlich zum Hauptprogramm über die Initiative MSCA4Ukraine gefördert. Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat von der Europäischen Kommission zusammen mit ihren Partnern Scholars at Risk Europe, angesiedelt an der Universität Maynooth in Irland, und der European University Association (EUA) den Zuschlag erhalten, das Programm durchzuführen. Die EU fördert es mit 35 Mio. Euro.


Weitere Informationen und Angebote

Zur Unterstützung und zum Schutz gefährdeter Forschender haben sich Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftsorganisationen in Deutschland unter Federführung der Humboldt-Stiftung am 20. September 2016 in Bonn zur deutschen Sektion des globalen Scholars at Risk-Netzwerks zusammengeschlossen. Zentrale Ansprechpartnerin ist die Humboldt-Stiftung, die das Sekretariat der Sektion bis zum 31. März 2028 betreut.

Dieses Programm wird finanziert von

Dieses Programm wird unterstützt durch

Weitere Spenden:

Wir danken allen privaten Spender*innen für ihre Unterstützung der Philipp Schwartz-Initiative, namentlich für die großzügige Buschmann-Simon-Stiftung.

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