Pressemitteilung

Internationale Forschungsstars in Berlin ausgezeichnet

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und der Präsident der Humboldt-Stiftung Hans-Christian Pape verleihen Deutschlands höchstdotierten Forschungspreis, die Alexander von Humboldt-Professuren.

  • vom
Saturn-ähnliches Dekortationsbild

Kontakt

Presse, Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 228 833-144
Fax: +49 228 833-441
presse[at]avh.de

Alle 21 Alexander von Humboldt-Professor*innen auf einer Bühne. Unter ihnen: Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und der Präsident der Humboldt-Stiftung Hans-Christian Pape
Das gab es noch nie: 21 Alexander von Humboldt-Professor*innen auf einer Bühne gemeinsam mit Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und dem Präsidenten der Humboldt-Stiftung Hans-Christian Pape.
Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger überreichte die Preise.
Die fünf Preisträgerinnen und 16 Preisträger gemeinsam auf der Bühne mit Hans-Christian Pape, Präsident der Humboldt-Stiftung
Die Preisträger*innen mit Hans-Christian Pape, Präsident der Humboldt-Stiftung
Die Preise stehen bereit.
Tolle Atmosphäre in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG

21 Spitzenforschende sind am Donnerstagabend in Berlin mit Deutschlands höchstdotiertem internationalen Forschungspreis, der Alexander von Humboldt-Professur, ausgezeichnet worden. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und Hans-Christian Pape, Präsident der Humboldt-Stiftung überreichten die mit bis zu fünf Millionen Euro dotierten Preise während einer Festveranstaltung.

Die fünf Preisträgerinnen und 16 Preisträger wechseln aus sieben Ländern an Hochschulen in 15 Städten Deutschlands, wo sie als Humboldt-Professor*innen dauerhaft forschen. Bei der Preisverleihung wurden erstmals auch die Humboldt-Professor*innen für Künstliche Intelligenz (KI) geehrt. Diese Programmlinie ist Beitrag zur nationalen KI-Strategie der Bundesregierung. Sie richtet sich an internationale Spitzenwissenschaftler*innen, die sich mit der Erforschung und Nutzung von KI sowie deren gesellschaftlichen Auswirkungen befassen.

„Um Lösungen für die existentiellen Krisen unserer Zeit zu finden und unser Leben nachhaltiger zu machen, brauchen wir die Wissenschaft und ihre weltweite Kooperation“, sagte der Präsident der Humboldt-Stiftung Hans-Christian Pape. Die Humboldt-Professur ermögliche dies im Bereich der absoluten Spitzenforschung. „Deutschland investiert damit nicht nur in die Wissenschaft – sondern in unser aller Zukunft.“ Zugleich betonte er die Bedeutung von Perspektivenvielfalt für die Forschung: „Die wissenschaftliche Dynamik profitiert von der Diversität ihrer Protagonist*innen“, sagte Pape und appellierte, akademische Strukturen mit Blick darauf zu hinterfragen ob alle Talente und Spitzenforscher*innen die für sie bestmöglichen Bedingungen vorfinden.

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger erklärte: „Mit der Alexander von Humboldt-Professur, dem höchstdotierten internationalen Forschungspreis in Deutschland, würdigen wir international führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie vereinen Exzellenz und Internationalität. Mit der Auszeichnung stärken wir die Forschung in Deutschland und sichern unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig bauen wir so unsere technologische Souveränität aus, was beispielsweise bei Künstlicher Intelligenz zentral ist. Denn wir wollen in diesem Bereich global mitgestalten. Dafür kommt es vor allem auf unsere Wissenschaftler und die Fachkräfte in der Wirtschaft an.“ Stark-Watzinger fuhr fort: „Es freut mich deshalb ganz besonders, dass wir dieses Jahr auch die ersten Alexander von Humboldt-Professorinnen und -Professoren für Künstliche Intelligenz auszeichnen, die zu den weltweit Besten auf diesem Themengebiet gehören. Damit wollen wir auch die Zahl der KI-Professuren über die zusätzlich geschaffenen 100 weiter ausbauen.“

Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Humboldt-Stiftung bisher jährlich bis zu zehn weltweit führende, im Ausland tätige Forscher*innen aller Disziplinen aus. Sie ist mit je fünf Millionen Euro für experimentell und je dreieinhalb Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler*innen dotiert. Neben der herausragenden wissenschaftlichen Qualifikation der Kandidat*innen sind die Konzepte der Hochschulen entscheidend, die den Forschenden und ihren Teams eine dauerhafte Perspektive in Deutschland bieten sollen. Die Auszeichnung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Die Preisträger*innen im Überblick:

  • Catherina Becker, Neurobiologie (Technische Universität Dresden, vorher: University of Edinburgh, UK)
  • Andrea Bréard, Sinologie/Mathematik (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), vorher: Université Paris-Saclay, FRA)
  • Kristian Franze, Physikalische Biologie (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), vorher: University of Cambridge, UK)
  • Christian Frezza, Stoffwechselphysiologie (Universität zu Köln, vorher: University of Cambridge, UK)
  • Stefan G. Hofmann, Translationale Klinische Psychologie (Philipps-Universität Marburg, vorher: Boston University, USA)
  • Gustav Holzegel, Mathematik (Westfälische Wilhelms-Universität Münster, vorher: Imperial College London, UK)
  • Jan Huisken, Medizintechnik (Georg-August-Universität Göttingen, vorher: University of Wisconsin-Madison, USA)
  • Markus Klute, Elementarteilchenphysik (Karlsruher Institut für Technologie (KIT), vorher: Massachusetts Institute of Technology (MIT), USA)
  • Francisco Moreno-Fernández, Linguistik (Universität Heidelberg, vorher: Harvard University, USA)
  • Kou Murayama, Psychologie (Eberhard Karls Universität Tübingen, vorher: University of Reading, UK)
  • Kate Rigby, Environmental Humanities (Universität zu Köln, vorher: Bath Spa University, UK)
  • Joacim Rocklöv, Epidemiologie und Public Health (Universität Heidelberg, vorher: Umeå Universität, SWE)
  • Bart Thomma, Mikrobiologie (Universität zu Köln, vorher: Wageningen University, NL)
  • Thorsten Wagener, Hydrologie (Universität Potsdam, vorher: University of Bristol, UK)

Alexander von Humboldt-Professur für Künstliche Intelligenz:

  • Peter Dayan, Theoretische Neurowissenschaft, KI (Eberhard Karls Universität Tübingen und Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, vorher: University College London, UK)
  • Holger Hoos, Maschinelles Lernen (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH), vorher: Leiden University, NL)
  • Yaochu Jin, KI, Bild- und Sprachverarbeitung (Universität Bielefeld, vorher: University of Surrey, UK)
  • Daniel Rückert, Informatik, KI (Technische Universität München (TUM), vorher: Imperial College London, UK)
  • Angela Schoellig, Robotik und KI (Technische Universität München (TUM), vorher: University of Toronto, CAN)
  • Radu Timofte, Computer Vision, KI (Julius-Maximilians-Universität Würzburg, vorher: ETH Zürich, CH)
  • Aimee van Wynsberghe, Ethik der KI (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, vorher: TU Delft, NL)

Die dramaturgische Programmgestaltung des Abends übernahm die Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Vier musikalische-visuelle Interventionen setzten Kunst in Beziehung mit Künstlicher Intelligenz.

(Pressemitteilung 15/2022)

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 57 mit Nobelpreis.

vorherige Pressemitteilung Im Angesicht des Krieges: Internationale Konferenz diskutierte Fragen zur Wissenschaftsfreiheit
nächste Pressemitteilung Chemiker Robert Schlögl wird neuer Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung